Ich glaube nicht an Zufälle, selbst wenn im ersten Moment ein Zusammenhang nicht erkennbar erscheint, dann mit Sicherheit zu einem späteren Zeitpunkt auch wenn dieser erst Jahre nach einem Ereignis die Verbindung herstellt. Es war Jänner, und das nächste Buchprojekt sollte am 1. April mit der Recherche beginnen. Die Veröffentlichung der letzten
Wir saßen zu Dritt in einem Café, als ich den für mich unzufriedenstellenden Zustand, der mangelnden publizistischen Arbeit, äußerte. Es müßte doch möglich sein, so quasi als Pausenfüller, ein Projekt in Angriff zu nehmen, das ich bis zu meiner nächsten größeren Recherche finalisieren kann. Mit einer Bekannten in München war bereits seit Monaten die Abmachung getroffen worden, daß ich sie in ihrem speziellen beruflichen Segment einen Monat begleiten würde. Als Startermin war der bereits erwähnte 1. April festgelegt. Wie eine Durststrecke kam mir die bis dahin verbleibende Zeit vor. Plötzlich fiel mir eine Thematik wieder ein, die Jahre zuvor der Inhalt von Gesprächen war. Der Begriff Swinger war bereits zunehmend in den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten zum Begriff geworden. So diskutierte ich das Thema an und entwarf schon während des Cafékonsums ein geistiges Konzept für den Besuch einschlägiger Lokalitäten in Österreich. Um meinen Vorstellungen entsprechend, etwa in der Art eines Taschenbuchratgebers, die einzelnen Einrichtungen zu besuchen und zu bewerten, benötigte ich eine weibliche Begleitung. Daher stellte ich den anwesenden Damen die Frage, ohne eine sofortige Antwort zu erwarten, ob Interesse bestünde mitzuwirken? Schon am gleichen Abend machte ich mich auf, um im Internet einschlägige Homepages zu begutachten. Angesichts des vorgefundenen Bildmateriales warf ich das Handtuch schon bevor mir die Antwort einer der im Café anwesenden Damen vorlag. Voyeurismus mag ein Grund für viele Besucher derlei Einrichtungen sein, aber was sich mir an Bildmaterial darbot, empfand ich in keiner Weise dazu einladend dem beabsichtigten Vorhaben nachzugehen. Es beschäftigte mich vielmehr die Frage: Was ist der Beweggrund für das sexuelle Treiben, wo Menschen gleich- oder unterschiedlichen Geschlechtes bunt gemischt in allen nur erdenklichen Arten und Formen Sex miteinander haben und die Krönung eines Etablissement sich beispielsweise bei dem monatlichen Highlight, der Abspritzparty, finden läßt? So setzte ich meine virtuelle Reise durch das world wide web fort und bezog die Internetseiten des gesamten deutschsprachigen Raumes in meine Betrachtung mit ein.
Photo links: Das FOETIBUS im Allgäu, Stadt Füssen in der Schwangauer Straße (zur Vergrößerung anklicken) © Copyright W. E. Glöckel 2008 - alle Rechte vorbehalten |
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