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Walter Egon Glöckel

Das Foetibus Projekt von Walter Egon Glöckel

Das Foetibus Projekt von Walter Egon GlöckelEs hätte eine verdeckte Recherche über das Swinger-Klientel werden sollen, als sich der im Ausland lebende österreichische Journalist, Walter Egon Glöckel, auf eine Personalsuche eines künftigen Swinger-Club Betreibers in Deutschland im Jänner 2003 bewarb. Dieser suchte für den eigenen Betrieb einen leitenden Mitarbeiter. Schon bei den ersten Gesprächen entpuppte sich, dass der Swinger-Club nur als Deckmantel für ein illegales Bordell dienen sollte. "Ich wolle immer schon ein Puff besitzen", gab der Inhaber, Franz C., Glöckel gegenüber an. Franz C., der bereits ein Netzwerk von Firmen und Firmenbeteiligungen im In- und Ausland hat, sah das Bordell als persönliche Krönung seines Imperiums an. Glöckel bekam den Job, wurde zur rechten Hand C´s. und arbeitete als Clubleiter im Foetibus.

Verschachtelt unter seinen eigenen Firmenkonstruktionen, unter Zuhilfenahme eines eigens gegründeten Vereines, der vor behördlichen Zugriffen schützen sollte und noch dazu unter der wissentlichen Schrimherrschaft eines Rechtsanwaltes steht, wurde das Foetibus aber zum Ort des menschlichen Leidens. Auch die eigene Lebensgefährtin, Inge M., an dem wirtschaftlichen Erfolg interessiert, war tatkräftig an dem Foetibus Swinger-Club beteiligt und scheute selbst Fahrten ins Ausland nicht, um Frauen herbeizuschaffen. Finanztransaktionen liefen über seine in Österreich ansässige Firmen und der eigene Wohnsitz in Spanien gibt ihm Sicherheit. Als Tänzerinnen getarnt, reisten Mädchen aus der Dominikanischen Republik an, um in dem Lusthaus zu arbeiten. "Die Mädchen wissen, dass sie nur kommen, um die Beine breit zu machen", sagte Franz C. mehrmals zu dem verdeckt recherchierenden Journalisten. Doch in Wahrheit hatten diese keine Ahnung von dem tatsächlichen Arbeitsauftrag: Putzen, Tanzen und Sex, hämmerte es von Franz C., der sich als PATRON deklarierte. Psychische und physische Gewalt sollten nicht die einzigen Wahrnehmungen sein, die Glöckel machte.Franz C., unter anderem als deklarierter Betreiber einer Steuerberatungskanzlei, Immobilienmakler und Vermögensberater, weiss wie man sich zwischen den Maschen der gesellschaftlichen Normen und den Gesetzen bewegt und ist immer auf der Suche des eigenen Vermögensvorteils. Dabei sind ihm die gewählten Mittels gleich, unabhängig davon, ob er nun einen Luxuswagen plötzlich als gestohlen meldet, um die Versicherungsprämie zu kassieren, oder unter der Hand Tausende Euro von Geschäftspartnern kassiert. Menschen werden zur Ware, wenn seine "Freunde" unter anderem aus Thailand, Polen, Belgien, Rumänien und der Dominikanischen Republik, Frauen liefern sollen.Das Buch beruht auf den eigenen Erlebnissen und Wahrnehmungen während der Tätigkeit in der Funktion des Clubleiters im Foetibus und den nach eigener Kündigung vorgenommener Recherchen, und stellt eine Dokumentation der Gegebenheiten dar.

Zur Drucklegung des Buches war der Foetibus Swinger Club in Deutschland, dem Freistaat Bayern, der Touristenstadt Füssen, noch immer geöffnet.

200 Seiten, illustriert - ISBN 3-9501890-2-5 - Euro 29,99 - 2. überarbeitete Auflage 2004

Link Informationen über die Ereignisse nach Buchveröffentlichung
zu den Medienberichten Medienberichte
zur Informationsseite Ausstellungsmaterial zum Thema Frauen- und Menschenhandel auf Grundlage von "Das Foetibus Projekt"
zum Blog Zum Blog Journalismus.DerGloeckel.info



Eine Bilderserie, bestehend aus 57 Photographien können Sie über diesen Link abrufen und am Bildschirm betrachten. Die Darstellungen beinhalten die beiden Opfer, den Betreiber und dessen Lebensgefährtin, die Schlafplätze sowie die unterschiedlichen Entwicklungsstufen der Adaption zum "Swinger-Club" des Gebäudes in Füssen.

Erdgeschoß im Lokal in Füssen
Lebensgefährtin des Täters war tatkräftig beteiligt
Inhaber des Foetibus Franz C.
Der Wohnraum des Journalisten Walter Egon Glöckel
Das von Franz C. gepachtete Haus in Füssen
Zwei Opfer des Menschenhandels aus der Dominikanischen Republik nach ihrer Ankunft in Füssen
Opfer M.
für unterschiedlichste sexuelle Gelüste ausgestattetes Objekt

Als Resultat der Erfahrungen im Zusammenhang der Ereignisse mit den unterschidlichen staatlichen Stellen, die während der verdeckten Recherche und nach Buchveröffentlichung gemacht wurden, hat der Autor folgendes Gedicht zum Thema Menschenhandel geschrieben:

Justiz & Menschenhandel

Ihr bemißt das Strafmaß derer,
die mit Zwang die Schändung habn´erwirkt
mit den Wunden die nur augenscheinlich;

Doch der wahre Schmerz liegt nicht in Narben,
die Euch offenkundig dargelegt;

Ihr seht nicht die Tränen,
Ihr seht nicht die Pein,
Ihr seht nicht das Elend
und das Ausgeliefert sein;

Seid nicht fähig zu spüren,
seid nicht fähig zu fühlen,
seid unfähig zu richten
über das Ausgeliefert sein.

W. E. Glöckel
IV/2004


oder hier

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